Von der Idee zur Zeitung

Johannes Gutenberg hat Mitte des 15ten Jahrhunderts den Druck mit beweglichen Lettern erfunden, der neben der Buchproduktion auch bald die ersten zeitungsähnlichen Drucke ermöglichte. Die Idee von der Buchdruckpresse hatte Gutenberg sich von Pressen aus der Weinkelterei geholt und diese dann weiterentwickelt.

Neues Zeitalter in der Geschichte des Zeitungsdrucks

Im frühen 19ten Jahrhundert entwickelte der deutsche Buchdrucker Friedrich Koenig eine Zylinderdruckmaschine und mit dieser Erfindung begann ein neues Zeitalter in der Geschichte des Zeitungsdrucks: die Londoner „Times“ erschien am 29. November 1814 als erste Tageszeitung, die mit Dampfmaschinenkraft und einer solchen Zylinderdruckmaschine in Produktion ging.

Der nächste Schritt war die Rotationsdruckmaschine, erfunden vom Amerikaner Richard March Hoe. Diese schaffte, nach stetigen weiteren Verbesserungen, Auflagen von 20.000 Exemplaren pro Stunde.

Der Zeitungsdruck verlagerte sich in den 1970er Jahren immer mehr zum Offsetdruck, der auf der von Alois Senefelder erfundenen Lithografie basiert. Der Begriff „Offset“ steht für die zweimalige Übertragung der Druckertinte von der Druckplatte – erst auf ein Gummituch und von diesem auf Papier.

Drucken in der heutigen Zeit

Heute kommt beim Zeitungsdruck immer der Rollenoffsetdruck zum Einsatz. Dadurch, dass das Papier von so geringer Qualität ist und der Druck in enorm hoher Geschwindigkeit erfolgt, müssen die Druckmaschinen ganz besonderen Anforderungen standhalten.

Die sehr hohen Auflagen und der Wunsch, möglichst viele Produktionskosten einzusparen, erfordern auch beim Zeitungsdruck immer mehr Automatisierungssysteme. Die Maschinenführer sollen möglichst keine Routinearbeiten mehr machen und sein Aufgabenfeld entwickelt sich immer weiter vom handwerklichen Drucker zum Druckmanager am Leitstand der Maschine.

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